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Erdsonden. Berechnet, nicht geraten.

Eine Erdwärmesonde liefert Jahrzehnte lang Wärme – wenn Untergrund, Länge und Abstände stimmen. Wir prüfen die Zulässigkeit, berechnen das Sondenfeld nach SIA 384/6 und führen Ihr Projekt durch das Bewilligungsverfahren des Kantons Zürich.

Vorgehen

Vier Schritte zur zuverlässigen Erdsonde.

Erdsonden verzeihen keine Planungsfehler: Eine zu kurze Sonde kühlt den Untergrund aus, die Effizienz sinkt Jahr für Jahr. Deshalb rechnen wir – mit Norm und Erfahrung.

01 · Machbarkeit

Darf hier gebohrt werden?

Nicht jedes Grundstück ist für Erdsonden zugelassen – Grundwasserschutz und Geologie setzen Grenzen. Wir klären die Zulässigkeit über die kantonalen Karten und Vorabklärungen mit dem AWEL, bevor Sie in die Planung investieren.

02 · Dimensionierung

Sondenlänge nach SIA 384/6

Die Entzugsleistung des Untergrunds variiert stark – als Grössenordnung sind je nach Geologie rund 20 bis 70 Watt pro Meter üblich. Wir berechnen Länge, Anzahl und Abstände der Sonden nach SIA 384/6; bei grösseren Feldern simulieren wir das Langzeitverhalten über die Nutzungsdauer.

03 · Bewilligung

Verfahren beim Kanton

Erdwärmesonden benötigen im Kanton Zürich eine Bewilligung des AWEL. Wir erstellen die Gesuchsunterlagen, koordinieren mit Behörde und Bohrfirma und sorgen dafür, dass Auflagen (z. B. Hinterfüllung, Abdichtung) in der Ausführung eingehalten werden.

04 · System

Hydraulik & Regeneration

Soleverteilung, Frostschutz, Einbindung in die Wärmepumpe und – wo sinnvoll – sommerliche Regeneration oder Freecooling: Die Sonde ist Teil eines Gesamtsystems. Richtig geplant, kühlt sie im Sommer fast gratis und bleibt über Jahrzehnte leistungsfähig.

Warum unabhängige Berechnung?

Die Sonde muss 50 Jahre halten.

Pauschalwerte («pro Kilowatt so viele Meter») greifen zu kurz: Massgebend sind Geologie, Jahresenergiebedarf, Spitzenlast, gegenseitige Beeinflussung mehrerer Sonden und die Frage, ob im Sommer Wärme zurückgeführt wird. Bei Sondenfeldern für Mehrfamilienhäuser oder Areale ist die Langzeitsimulation Standard – sie zeigt, ob das Feld auch nach Jahrzehnten die Solltemperaturen hält.

Als unabhängiges Ingenieurbüro haben wir kein Interesse an möglichst vielen oder möglichst wenigen Bohrmetern: Wir dimensionieren so, dass Investition und Betriebssicherheit im Gleichgewicht stehen. Die Bohrarbeiten schreiben wir aus und vergeben sie an zertifizierte Bohrunternehmen – mit klaren Qualitätsanforderungen.

Referenzgrösse aus der Praxis: Für die Heizungssanierung Dorfplatz 1–3 in Egg wurden drei Wärmepumpen mit insgesamt 5000 Metern Erdsonden geplant und realisiert – ein Beispiel dafür, wie auch grössere Bestandesbauten zuverlässig auf Erdwärme umsteigen.

Realisiert

Projekte mit Erdwärme-Bezug.

Ein Auszug unserer Projekte – wir haben über 100 Vorhaben realisiert. Weitere Referenzen gerne auf Anfrage.

Heizungs-Sanierung
Dorfplatz 1–3 · 3× Wärmepumpe
8132 Egg · 5000 m Erdsonden
Neubau MFH
MFH Bonomo
Arnold-Islerstrasse 5 · 8600 Dübendorf
Neubau MFH
MFH Seestrasse 53
8703 Erlenbach
Sanierung MFH
MFH Chergärten
8712 Stäfa
Bank
Bank Linth
untere Bahnhofstrasse · 8640 Rapperswil
Hotel
Hotel Helvetia
Stauffacherquai 1+3 · 8004 Zürich
Über 100 Projekte ansehen
Häufige Fragen

Antworten aus der Planungspraxis.

Kompakte Antworten auf die Fragen, die uns zu diesem Thema am häufigsten erreichen.

Wie tief wird eine Erdsonde gebohrt?

Üblich sind – je nach Wärmebedarf und Geologie – Tiefen von rund 100 bis über 300 Metern; grössere Objekte erhalten mehrere Sonden als Feld. Die genaue Länge ergibt sich aus der Berechnung nach SIA 384/6, nicht aus Faustformeln.

Darf ich auf meinem Grundstück überhaupt bohren?

Das zeigt die Erdwärmesonden-Karte des Kantons Zürich: In Grundwasserschutzzonen und bestimmten Gebieten sind Sonden nicht oder nur eingeschränkt zulässig. Wir prüfen Ihre Parzelle und klären Sonderfälle direkt mit dem AWEL ab.

Was passiert, wenn die Sonde zu kurz dimensioniert ist?

Der Untergrund kühlt über die Jahre aus: Die Soletemperatur sinkt, die Wärmepumpe verliert Effizienz, im Extremfall droht Vereisung. Nachbohren ist teuer. Deshalb lohnt sich die normgerechte Berechnung – einmal richtig statt zweimal gebohrt.

Kann die Erdsonde im Sommer auch kühlen?

Ja – mit Freecooling wird die kühle Sole direkt für die Temperierung über Fussboden- oder Deckensysteme genutzt. Das kostet fast keine Energie und regeneriert gleichzeitig den Untergrund. Ob es bei Ihnen sinnvoll ist, prüfen wir im Konzept.

Wie lange dauert das Bewilligungsverfahren?

Für Standardfälle ist mit einigen Wochen zu rechnen; Lage in sensiblen Gebieten oder grössere Sondenfelder brauchen länger. Wir reichen früh ein und takten die Bohrung so, dass Ihr Bauprogramm nicht ins Stocken gerät.

Übernimmt MR auch die Bohrung?

Nein – gebohrt wird durch spezialisierte, zertifizierte Bohrunternehmen. Wir berechnen, schreiben aus, vergleichen Offerten und überwachen die Ausführung inklusive Druckproben und Protokollen. So bleibt die Qualitätskontrolle unabhängig.

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Gebäudetechnik funktioniert als System – diese Leistungen ergänzen sich direkt.

Anfrage

Ist Ihr Grundstück erdsondentauglich?

Wir prüfen Zulässigkeit und Potenzial Ihrer Parzelle und zeigen, was eine Erdwärme-Lösung bei Ihnen leisten kann.